Vehmeyer - Eine kleine Zeitreise

Die Geschichte der Firma Vehmeyer

1.    Generation: 1805 – 1857
Im Jahr 1805 zog Firmengründer Ernst August Vehmeyer ins Hasetal nach Haselünne und errichtete die erste Ziegelei an der Hase auf einer Halbinsel, diese ist noch heute unter dem Namen Ziegelinsel bekannt. Schon damals war das Angebot der Firma Vehmeyer reichhaltig. Man produzierte Tonwaren, Lehmziegel und Waren für den alltäglichen Bedarf wie Schüsseln und Kannen.

2.    Generation: 1857 – 1908
In der zweiten Generation übernahm August Vehmeyer den Betrieb, er erwarb im Jahre 1879 das Töpfereigelände der Firma Heyl, welche lange Zeit die wichtigste Steinzeugtöpferei Norddeutschlands war. Kurze Zeit darauf folgte dann der Bau einer zweiten Ziegelei auf dem heutigen Gelände der Vinzenzschule. Weiterhin wurde ein Eisenhandel an der Hasestraße 25, hinter dem Stammhaus der Familie Vehmeyer, errichtet.  Als die Eisenbahn 1894 in Haselünne gebaut wurde, verlagerte man die Ziegelei zum dritten Mal, auf das heutige Gelände nördlich der Bahn am Hülsener Weg.

3.    Generation: 1908 – 1946
1908 ging der Betrieb auf den Sohn Laurenz Maximillian Vehmeyer über, dieser erweiterte das Unternehmen im Jahr 1934 um ein Sägewerk, um die Arbeiter auch im Winter weiterbeschäftigen zu können. Wegen der schlechten Straßenverhältnisse konnten die Ziegel und Waren früher nur im Winter bei starkem Frost transportiert werden, sodass die Produktion in den Wintermonaten oft stillstand.

4.    Generation: 1946 – 2014

Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahmen Ernst-August und Karl-Wilhelm Vehmeyer die Leitung des Unternehmens. In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich Vehmeyer grundlegend weiter. Nach der Schließung der Ziegelei im Jahr 1972 wurden insbesondere der Holz- und Baustoffhandel sowie das Sägewerk konsequent ausgebaut.

Ein wichtiger Meilenstein für die Entwicklung des Sägewerks war 1991 die Inbetriebnahme einer modernen Spaneranlage. Sie bildete die Grundlage für eine leistungsfähigere und effizientere Holzverarbeitung.

2006 folgte mit der Inbetriebnahme eines neuen, hochmodernen Sägewerks der nächste große Entwicklungsschritt. Heute zählt das Vehmeyer Sägewerk zu den 50 größten Sägewerken Deutschlands und ist das größte Sägewerk in Nordwestdeutschland.

2010 schloss sich Vehmeyer der EUROBAUSTOFF an. Weitere Investitionen in die Modernisierung und Erweiterung des Standortes folgten. 2013 wurden die neue Erlebnis-Ausstellung und die erweiterten Verkaufsflächen eröffnet. Mit insgesamt über 6.000 m² Verkaufs- und Ausstellungsfläche wurde damit auch der Bereich Baustoffhandel und Baumarkt deutlich erweitert und modernisiert.

5.    Generation: 2014 – heute

2014 übernahmen Karl-Theo und Ernst-August Vehmeyer die Gesellschafteranteile ihrer verstorbenen Mütter Elisabeth und Hermine Vehmeyer und führten das Familienunternehmen damit in fünfter Generation fort.

Seitdem wurde der Standort Haselünne mit umfangreichen Investitionen konsequent weiterentwickelt. Mit dem Bau des neuen Rundholz-Bearbeitungszentrums (RBZ) wurde die Rundholzverarbeitung modernisiert und weiter automatisiert.

Ein weiterer bedeutender Schritt war der Neubau einer rund 5.800 m² großen Lagerhalle. Sie erweiterte die Lagerkapazitäten erheblich und schuf gleichzeitig die Voraussetzungen für effizientere Waren- und Logistikprozesse.

Mit dem Neubau des modernen Verwaltungsgebäudes wurde schließlich auch die Verwaltung zukunftsorientiert aufgestellt. Moderne Arbeitsplätze sowie neue Besprechungs-, Schulungs- und Veranstaltungsbereiche schaffen die Grundlage für die weitere Entwicklung des Unternehmens.

Mit diesen Investitionen in Produktion, Lager/Logistik und Verwaltung hat Vehmeyer den Standort Haselünne umfassend modernisiert und wichtige Voraussetzungen für die Zukunft geschaffen.

Heute beschäftigt Vehmeyer am Standort Haselünne rund 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mehr als 220 Jahre nach der Gründung verbindet das Familienunternehmen damit Tradition und Erfahrung mit kontinuierlicher Weiterentwicklung und modernen Strukturen.